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Später Wärmeschub am Oberrhein: Rekordmarke für Ende September

24. September 2026·09:08 Uhr
2 Min. Lesezeit
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Später Wärmeschub am Oberrhein: Rekordmarke für Ende September

Erst Bodenfrost in bayerischen Tälern, jetzt die Rolle rückwärts: Ab Freitag setzt sich Hochdruck durch, am Wochenende klettern die Werte am Oberrhein auf rund 29 Grad, zum Monatswechsel sind 30 bis 31 Grad möglich. Damit gerät ein Wert in Reichweite, der Ende September selten erreicht wird. Der Norden bleibt dagegen kühl, windig und wechselhaft.

Bis 31 Grad im Südwesten

Heute weht an der Nordsee und in exponierten Gipfellagen noch ein kräftiger Nordwestwind mit Sturmböen der Stärke 8, exponiert 9. Danach übernimmt Hochdruck: Am Freitag lösen sich die Nebelfelder, am Samstag erwarten wir 20 bis 25 Grad, im Südwesten 25 bis 28 und am Oberrhein rund 29 Grad. Am Sonntag steht dort die 30-Grad-Marke auf dem Programm, am Montag werden es im Südwesten 25 bis 30 Grad, am Oberrhein etwas mehr. Der Dienstag bringt verbreitet über 25 Grad und im Südwesten Spitzenwerte bis 31 Grad. Im Norden bleibt es mit 16 bis 21 Grad kühl, zeitweise fällt etwas Regen.

Was die Statistik dazu sagt

Der Dekadenrekord des Deutschen Wetterdienstes für das letzte September-Drittel liegt bei gut 31 Grad – ein bis zwei Grad fehlen also noch. Zum Vergleich: Der deutsche Oktoberrekord steht bei 30,9 Grad, gemessen am 7. Oktober 2009 in Müllheim, davor 30,8 Grad in Freiburg am 3. Oktober 1985. Der späteste 30-Grad-Tag der Messreihe war der 13. Oktober 2023 mit 30,1 Grad in Müllheim und Rheinfelden. Sicher ist die Sache nicht: Das europäische Modell ECMWF rechnete für Montag bis zu 31 Grad, die deutschen Berechnungen bleiben knapp darunter. DWD-Meteorologe Fabian Chow hält einzelne Werte über 30 Grad im Südwesten für realistisch.

Keine Entlastung für die Böden

Für die Landschaft ist die Wärme kein Geschenk. Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits Anfang August auf eine gravierende Bodentrockenheit vor allem in der südlichen Mitte und im Süden hingewiesen, mit einem Verlauf ähnlich den Dürrejahren 2018 und 2022. Der Sommer brachte im Flächenmittel nur 171 Liter pro Quadratmeter und damit 72 Prozent des Solls. Jede sonnige, warme Woche kostet weiter Bodenwasser, statt es aufzufüllen. Erst ab dem 1. Oktober wird es wechselhafter mit 18 bis 23 Grad. Der dann fallende Regen kommt fleckig und reicht nicht, um die tieferen Schichten zu füllen – das übernimmt erst das Winterhalbjahr.

Dominik Jung
Über den Autor

Dominik Jung

Diplom-Meteorologe

Als Diplom-Meteorologe stehe ich seit 2002 für das Wetter-TV von wetter.net vor der Kamera. Täglich ordne ich die aktuelle Wetterlage ein, bewerte die Langfristmodelle und erkläre, was hinter Extremwetterlagen wirklich steckt. Über 16 Millionen Mal wurden meine Prognosevideos bisher abgerufen.

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