Empfehlung des Monats
Unser Gartentipp
Der italienische Garten
Italienische Gärten entstanden während der Renaissance. Dabei handelt es sich um geometrische, architektonisch geplante Gärten, in deren Zentrum eine Villa steht. Meist befindet sich die Villa an einem Hang, der in das Gartenkonzept mit eingebaut wird. Italienische Gärten sind im Gegensatz zu französischen Gärten eher klein und kommen mit relativ geringem Platz aus – auch dank der Hänge. Typische Elemente sind Buchsbaumwege, Treppen, Wasserbecken, Grotten, Mauern oder Hecken, ein kleiner zentraler Garten, Steinvasen und Skulpturen. Sie alle sind geometrisch angeordnet, nichts wird dem Zufall überlassen. Sichtachsen und die Weite spielen im italienischen Garten keine Rolle. Da Wasser oftmals Mangel ist, werden vor allem immergrüne Gehölze und Pflanzen angebaut. Dem Erfindertum der Renaissance ist es zu verdanken, dass frühzeitig erste mechanische Wasserspiele entwickelt wurden, die das wenige Wasser hin- und herpumpten. Die wichtigsten Pflanzen in einem italienischen Garten sind Zitruspflanzen, Lorbeer, Wandelröschen, Wein, Olivenbaum, Judasbaum, Pfingstrosen, Wolfsmilch, Rosen und allerhand Kräuter wie Rosmarin, Salbei und Thymian.
Phänologischer Kalender
Natur im Jahreslauf – August

Die Phänologie beschreibt die Entwicklungserscheinungen in der Natur, die im Jahresverlauf regelmäßig auftreten und bezieht sich dabei vor allem auf die Ökologie und die Biogeografie. Mittels eines phänologischen Kalenders werden die Eintrittszeiten bestimmter Erscheinungen erfasst. Insgesamt gibt es 10 phänologische Zeiten. Allerdings ist das Eintreten dieser Zeiten regional unterschiedlich und deckt sich nicht mit den meteorologischen oder astronomischen Jahreszeiten. Im Süden beginnen pflanzliche Entwicklungen in der Regel früher als im Norden, im Flachland ebenfalls eher als in höheren Lagen.
Der phänologische Kalender dient in der Landwirtschaft als Grundlage zur Beurteilung, welche Arbeiten anstehen und durchzuführen sind. Das Pflanzenjahr beginnt mit dem Vorfrühling Ende Februar-Anfang März. Die ersten Schneeglöckchen und der Winterjasmin blühen, Haselnuss und Salweide zeigen ebenfalls Blüten. Während des Erstfrühlings blühen Forsythie, Kirsche und Birne. Die Natur ergrünt. Landwirtschaftliche Produkte wie Kartoffeln und Rüben werden in die Erde gebracht.
Der Vollfrühling im April und Mai bringt dann überall das Grün zurück. Markant ist vor allem die Blüte des Apfels. Im Frühsommer, der größtenteils im Juni herrscht, blühen vorrangig Gräser und der Schwarze Holunder. Die heißeste Zeit des Jahres wird durch den Hochsommer gekennzeichnet. Dann blüht die Sommerlinde, Johannisbeeren reifen. Der Spätsommer lässt frühe Obstsorten reifen. Die zweite Heuernte wird eingefahren, das Heidekraut beginnt zu blühen.
Während des Frühherbstes reifen der Schwarze Holunder und die Haselnuss. Im Vollherbst können Quitten, Walnüsse, Äpfel und Wein geerntet werden. Das Laub beginnt sich zu verfärben. Mit dem Laubabwurf der Wildbäume setzt der Spätherbst ein. Ab Ende November herrscht dann Winter, die Vegetation ruht bis zum Start ins neue Gartenjahr.
Das Gartenlexikon im August
Wissen für Ihren grünen Daumen

Brombeeren im August
Wenn die Brombeeren reifen, schneidet man die Seitentriebe an den diesjährigen jungen Ranken auf vier bis sechs Blätter zurück. Die Jungtriebe, die sich neu bilden, heftet man laufend an den Draht. Dornlose Sorten werden oft zu früh geerntet. Man muss warten, bis sich die Beeren schwarz gefärbt haben und sich leicht lösen lassen.