
Für Schülerinnen und Schüler in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland haben heute die Herbstferien begonnen. Bis Mittwoch spielt das Wetter noch mit: Nach Frühnebel wird es freundlich und mild. Dann zieht eine kräftige Kaltfront heran. Ab Donnerstag wird es nass, windig und deutlich kühler, und in den Alpen fällt der erste Schnee bis in mittlere Lagen.
Drei milde Tage zum Ferienstart
Von Montag bis Mittwoch liegt der Südwesten noch unter Hochdruck. Morgens hält sich in den Flusstälern von Rhein, Main, Mosel und Saar teils dichter Nebel. Danach scheint oft die Sonne und es wird 18 bis 24 Grad warm, am Mittwoch im Rhein-Main-Gebiet örtlich bis 25 Grad. Wer wandern will, etwa im Taunus, im Pfälzerwald oder an der Saarschleife, plant den Ausflug am besten für Dienstag oder Mittwochvormittag. Am Mittwochabend erreichen die ersten Schauer und Gewitter den Westen. Im Saarland und in der Eifel kann dabei örtlich Starkregen fallen.
Kaltfront am Donnerstag, Schnee in den Alpen
In der Nacht zum Donnerstag und am Donnerstag selbst zieht die Kaltfront von West nach Ost über das Land. Sie bringt teils länger anhaltenden, kräftigen Regen und böigen Wind aus West bis Nordwest. Auf den Bergen und an der Küste sind stürmische Böen möglich. Die Höchstwerte fallen auf 14 bis 20 Grad, am Freitag auf nur noch 12 bis 17 Grad. Auch das Wochenende bleibt unbeständig mit Schauern bei 13 bis 19 Grad. In klaren Nächten kühlt es auf 3 Grad ab, örtlich gibt es Bodenfrost. Für Urlauber in den Alpen wichtig: Bis zum Wochenende sinkt die Schneefallgrenze auf etwa 1.000 Meter. In den Staulagen von Alpen und Schwarzwald ist bis Freitag markanter Dauerregen wahrscheinlich.
Rheinschiffe liegen wegen Niedrigwasser fest
Eine beliebte Ferienidee fällt in diesem Herbst weitgehend aus. Nach Angaben des Portals rheinschifffahrt.de gibt es wegen des Niedrigwassers seit dem 3. September keine Linienfahrten mehr ab Mainz, Wiesbaden und Eltville in Richtung Rüdesheim. Seit dem 5. September ruht auch der Verkehr zwischen Rüdesheim und St. Goar, ebenso zwischen Koblenz und Boppard. Kleinere Schiffe mit wenig Tiefgang fahren weiter, etwa Inselrhein-Rundfahrten oder Burgenfahrten ab Assmannshausen. Der Regen ab Donnerstag ändert daran wenig: Nach dem Dürresommer reicht er nicht aus, um den Rhein spürbar ansteigen zu lassen.
Dominik Jung
Diplom-Meteorologe
Als Diplom-Meteorologe stehe ich seit 2002 für das Wetter-TV von wetter.net vor der Kamera. Täglich ordne ich die aktuelle Wetterlage ein, bewerte die Langfristmodelle und erkläre, was hinter Extremwetterlagen wirklich steckt. Über 16 Millionen Mal wurden meine Prognosevideos bisher abgerufen.



