
Am Montag klettert das Thermometer am Oberrhein noch einmal Richtung 33 Grad – keine 48 Stunden später kann in den Hochlagen der Alpen der erste Schnee der Saison fallen. Eine Kaltfront erreicht die Berge am Mittwoch von Westen her und drückt die Schneefallgrenze zeitweise auf 1500 bis 2000 Meter. Wie viel oben tatsächlich ankommt, ist noch offen.
Kaltfront erreicht die Alpen am Mittwoch
Noch hält sich der Spätsommer: Am Wochenende werden im Süden 26 bis 32 Grad erreicht, am Montag sind am Oberrhein örtlich bis zu 33 Grad möglich. Am Mittwoch zieht dann von Westen eine Kaltfront in den Alpenraum, hinter der spürbar kältere Luft nachströmt. Wolken und Schauer nehmen zu, der Wind frischt auf, und die Temperaturen brechen binnen eines Tages um zehn Grad und mehr ein. Aus Spätsommer wird innerhalb weniger Stunden Frühherbst – wer eine Bergtour plant, sollte die Ausrüstung entsprechend anpassen.
Schneefallgrenze sinkt auf 1500 bis 2000 Meter
Mit der Kaltluft sinkt die Schneefallgrenze vorübergehend auf etwa 1500 bis 2000 Meter. In den Hochlagen der Nordalpen und der Zentralalpen kann der erste Schnee der Saison fallen, auch das Zugspitzplatt dürfte kurzzeitig weiß werden. Wie viel liegen bleibt, ist offen: Der Boden ist Anfang September noch warm, ein Großteil der Flocken schmilzt sofort weg. Ein Wintereinbruch ist das ausdrücklich nicht – Schnee oberhalb von 2000 Metern gehört im September zum Normalfall.
Auch im Flachland kühlt es spürbar ab
Nördlich der Alpen bleibt der Umschwung nicht folgenlos. Ab etwa dem 10. September erwarten wir wechselhaftes Wetter mit nur noch 18 bis 22 Grad, die Nächte werden einstellig, in ungünstigen Lagen der Mittelgebirge ist erster Bodenfrost möglich. Sicher ist das allerdings noch nicht: Einzelne Modellläufe lassen den Hochdruck über Mitteleuropa erneut aufleben und rechnen im Süden weiter mit 28 bis 30 Grad. Bis Dienstag dürfte sich zeigen, welche Variante sich durchsetzt.